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Dermaroller: Reine & elastische Haut mit Hilfe vom Needling Roller

Medizinischer Dermaroller

Beim Dermaroller handelt es sich um ein Produkt, welches ursprünglich für den klinischen Einsatz entwickelt wurde. Es besteht aus einer Art langem Griffstück, an dessen Ende eine mit Nadeln besetzte Walze ist (ähnlich einem Teigroller).

Erfunden wurde das Werkzeug für die perkutane Kollagen-Induktions-Therapie (CIT). Dabei rollt man mit der gespickten Walze über die Haut. Daher sollte man beim Dermaroller einige Richtlinien und Hinweise beachten.

 

 

Vorteile & Wirkung vom Dermaroller

Die vielen feinen Nadeln stechen gezielt auf die Haut ein. Es werden unzählige, winzig kleine Verletzungen platziert. Unter der Hautoberfläche beginnt der Heilungsprozess. Dabei kommt es zur Ausschüttung von Wachstumsfaktoren: Kollagen, Elastin und Fibroblasten werden produziert.

 

Schöner Effekt: Die Haut regeneriert sich von innen heraus – das Hautbild verdichtet sich. Diesen Vorgang macht man sich zunutze, um damit positive und hautverjüngende Erfolge zu erzielen. Eingesetzt werden kann der Dermaroller nahezu am gesamten Körper.

 

Ein Video zum Dermaroller:

Hier zum Dermaroller*

 

Das ist bei Anwendung zu beachten

 

Vor der Behandlung

  • Informationen und Hinweise in der Bedienungsanleitung durchlesen
  • Vor dem Anwenden des Dermarollers die CE Kennzeichnung prüfen
  • Das Equipment immer griffbereit aufreihen.
  • Nur ein Dermaroller pro Person – das Gerät darf nicht mit anderen Menschen geteilt werden.
  • Die richtige Nadellänge ist im Optimal-Fall vor dem Kauf gewählt
  • Die Hautoberfläche sollte möglichst gesund und frei von Irritationen sein.
  • Alle Utensilien müssen gründlich desinfiziert sein.
  • Make-up und fettige Cremes müssen von der Hautoberfläche entfernt werden.
  • Wer möchte, bringt ein Lokalanästhetikum auf.
  • Zur Behandlung bitte Einmalhandschuhe überziehen.
  • Informationen und Hinweise in der Bedienungsanleitung durchlesen

 

Während der Behandlung

  • Den Dermaroller ohne Druck auf das zu behandelnde Areal aufsetzen.
  • Mehrmals hin und herfahren, bis die Perforation sichtbar wird (die Haut wird rot).
  • Das Gerät jeweils vorsichtig aufsetzen, um Kratzer oder sonstige Verletzungen zu vermeiden. Wer will, kann während des Rollens pflegende Produkte aufbringen.

 

Nach der Behandlung

  • Kühlen: Die Haut ist nach dem Nadeln extrem gereizt. Sinnvoll ist es, eine kühlende Kompresse aufzulegen oder für kalte Luftzufuhr mittels Ventilator zu sorgen.
  • Hautpflege: Es bietet sich an, das Rollen mit dem Aufbringen pflegender Cremes, Seren oder sonstiger Präparate zu kombinieren – Ein Hyaluronsäure Serum oder ein Vitamin C ist hierbei beliebt. Wissen muss man, dass dank der geöffneten Hautbarriere die Wirkstoffe schneller und tiefer in die Cutis eindringen. Hautreizungen und allergische Reaktionen sind somit wahrscheinlicher. Die Haut muss gut beobachtet werden.
  • Sonneneinstrahlung: Nach dem Nadeln ist das sofortige Sonnenbaden tabu. Ob in der Natur oder im Sonnenstudio – mindestens 48 Stunden lang sollte die Haut geschont werden.
  • Sport und Sauna: Die therapierte Haut kann in den Stunden nach dem Eingriff brennen oder jucken. Schweißtreibende Aktivitäten sollten im Anschluss für zwei Tage unterlassen werden, weil der Schweiß zusätzlich auf der Haut brennen würde.
  • Hautreinigung am Abend: Viele Menschen sind es gewohnt, vor dem Zubettgehen die Haut mit einem intensiven Reinigungsprodukt zu säubern. Das wäre im Nachgang der Behandlung jedoch zu dominant. Besser sind sanfte Reinigungstücher, welche die strapazierte Haut nicht weiter irritieren.
  • Kontaminationen vermeiden: Die Hautoberfläche ist nach dem Eingriff verletzt. Aus diesem Grund muss penibel darauf geachtet werden, nicht unbeabsichtigt mit den Fingern ins Gesicht zu greifen. Ebenso ist es im Anschluss unvernünftig, Make-up aufzutragen. Experten empfehlen, am Abend einen frischen Kissenbezug aufzuziehen. So soll die Verschleppung von Keimen vermieden werden.

 

Dermaroller wie oft verwenden?

Um zu wissen wie oft man den Dermaroller anwenden darf hängt sehr stark von der Nadellänge ab und welche Körperpartie bzw. welches Hautproblem behandelt wird. Umso länger die Nadeln sind desto größer sind die Zeitabstände der Behandlungen. Als Grundregel gilt folgendes:

 

Max. 2 mal die Woche mit 0,2 mm Nadellänge bei feinen Narben & Couperose

 

 

Max. 2 mal die Woche mit 0,25 mm Nadellänge bei kleinen Falten, Augenringe, Tränensäcke und generell Augenpartie

 

 

Max. 2 mal die Woche mit 0,3 mm Nadellänge bei Pigment- & Altersflecken oder oberflächige Falten

 

 

Max. 2 mal in der Woche mit 0,5 mm Nadellänge bei Pickel & Mitesser, großporiger Haut sowie für Bartwuchs

 

 

Max. 1 bis 2 mal die Woche mit 0,75 mm Nadellänge bei Akne, Pigmentierung, mitteltiefe Falten & Haarausfall

 

 

Max. 1 bis 2 mal die Woche mit 1 mm Nadellänge bei Cellulite, Aknenarben & tiefe Falten

 

 

Max. 1 mal alle 3 bis 4 Wochen mit 1,5 bis 2 mm Nadellänge bei Dehnungsstreifen, Orangenhaut oder Narben

 

 

Max. 1 mal alle 7 bis 8 Wochen mit 2,5 mm Nadellänge bei tiefen Narben wie Schwangerschafts- & Verbrennungsnarben

 

 

Wann sind erste Ergebnisse sichtbar?

Mögliche Ergebnisse Dermaroller

Bereits mit der allerersten Anwendung werden die Selbstheilungskräfte der Haut angekurbelt. Das zeigt sich an der verbesserten Durchblutung. Dieser Effekt lässt nach ein bis zwei Tagen zugegebenermaßen nach.

Ein nachweislich verjüngender oder hautverfeinernder Effekt stellt sich erst nach mehreren hintereinander folgenden Intervallen ein. Üblich sind mindestens vier bis fünf Einheiten über mehrere Wochen, bis erste (und anhaltende) Ergebnisse sichtbar werden.

Manchmal sind häufigere Therapiesitzungen notwendig um die Behandlungen z.B. auch bei Aknenarben erfolgreich durchzuführen. Wie oft und wie lang die Anti-Aging-Methode dauert hängt immer vom Hauttyp sowie von der Nadellänge ab.

 

Verursacht der Dermaroller Schmerzen?

Jede auch noch so geringe Beanspruchung der Haut geht mit einer gewissen Verletzung einher – auch Schmerzen entstehen. Diese sind meist aber gut auszuhalten. Sie sind vergleichbar mit dem brennenden Gefühl, welches ein Sonnenbrand verursacht.

Wer möchte, kann die Haut vorab mit einem Lokalanästhetikum behandeln. Wissen muss man dann allerdings, dass damit die Hautporen „gesättigt“ sein könnten. Blockiert der vormals eingebrachte Wirkstoff die Hautkanäle, können folgende Präparate (beispielsweise eine Hyaluron-Creme) weniger gut einziehen.

Die Schmerzen nach dem Rollen halten meist nur wenige Stunden lang an. Am nächsten Tag ist die Haut zwar noch strapaziert, sollte aber kaum noch brennen oder spannen. Kühlende Cremes oder beruhigende Kompressen können ebenfalls hilfreich sein.

 

Step-by-Step Anleitung

 

Vorbereitung

  1. Für genügend Licht vor dem Spiegel sorgen.
  2. Kosmetiktücher auslegen.
  3. Darauf alle benötigten Utensilien griffbereit aufstellen.
  4. Die Haare zurückbinden.
  5. Die Haut waschen und Make-up-Reste entfernen.
  6. Den Dermaroller desinfizieren.
  7. Hände und Hautareal mit einem speziellen Haut-Desinfektionsmittel reinigen.
  8. Handschuhe überziehen.

 

Durchführung

  1. Den Dermaroller ohne Druck am gewünschten Gebiet ansetzen.
  2. Circa drei bis fünf Mal horizontal und ohne größere Kraft hin und her rollen.
  3. Die Walze vertikal ansetzen und ähnlich häufig hin- und her bewegen.
  4. Anschließend das Areal in gleicher Weise diagonal abfahren.
  5. Zug um Zug die Hautoberfläche in dieser Manier therapieren.
  6. Zügig vorgehen.

 

Nachbehandlung

  1. Ist die gewünschte Zone bearbeitet, die Haut kurz inspizieren.
  2. Sie sollte perforiert und strapaziert, nicht aber verletzt aussehen.
  3. Es tritt eine intensive Durchblutung auf.
  4. Ebenso ist eine leichte Schwellung möglich.
  5. Nun können pflegende Wirkstoffe aufgebracht werden.
  6. Alternativ kann die Hautoberfläche mit einer kühlen Kompresse oder Maske beruhigt werden.

 

Aufbewahrung

  1. Anschließend den Dermaroller desinfizieren und zum Trocknen auslegen.
  2. Preiswerte Roller sollten kurz geföhnt werden, damit die Feuchtigkeit keinen Rost verursacht.
  3. Die Nadeln kontrollieren und bei Verschleiß frühzeitig den Roller austauschen.
  4. Alle Utensilien sicher verpacken und verstauen.
  5. Desinfektion fest schließen und in Raumtemperatur aufbewahren

 

Dermaroller wie oft austauschen?

Wenn die Nadeln des Rollers abstumpfen ist es empfehlenswert den Nadelkopf zu wechseln, ansonsten kann es zu ungewollten Verletzungen der Haut führen. Den Dermaroller oder Nadelkopf sollte man nach 10 bis 15 Anwendungen austauschen. Auch zwecks der Hygiene ist es von Vorteil den Nadelroller mehrmals zu wechseln.

 

Dermaroller kaufen: Was man vor dem Kauf beachten sollte

Dermaroller kaufen

Die Vorteile des Needlings mit dem Dermaroller sind bekannt. Neben der Straffung der Haut wird besonders die Kollagenproduktion stimuliert was einen natürlichen Effekt auf die Zellstruktur hat und somit zu einem makellosen Hautbild führt. Die Verbesserung ist meistens schon nach wenigen Sitzungen sichtbar.

 

Wenn man den Dermaroller kaufen will um die Behandlung selber durchzuführen ist es wichtig vorab zu wissen welche Nadellänge zum aktuellen Hautproblem passt – Das entscheidet maßgeblich über den Erfolg des Heilverfahrens.

 

Dermaroller mit welcher Nadellänge?

 

0,2 mm Nadellänge – hilfreich bei feinen Narben & Couperose

Die Nadeln stechen nur knapp unter die Hautoberfläche ein, was die Mikrozirkulation anregt. Er ist ideal geeignet für die Gesichtspflege wie Lippen. Verwendet werden kann ein solcher Roller für feine Narben, Couperose oder andere empfindliche Körperpartien.

Wie oft anwenden? – max. 2 mal in der Woche.

Betäubung – nicht erforderlich

 

 

0,25 mm Nadellänge – sinnvoll bei Augenringe, Tränensäcke & Falten unter den Augen

Produkte mit diesen Mikronadeln sind gut, wenn beispielsweise Tränensäcke oder Falten unter dem Auge behandelt werden sollen. Er verbessert das Hautbild im Gesicht, ohne größere Schmerzen zu verursachen.

Wie oft anwenden? – max. 2 mal in der Woche.

Betäubung – nicht erforderlich

 

 

0,3 mm Nadellänge – gut geeignet bei Pigment- & Altersflecken oder oberflächige Falten

Die kurzen Nadeln eignen sich, um damit oberflächliche Pigmentflecken (Altersflecken) zu entfernen oder zur Verfeinerung der Hautporen. Die Verletzungen der Haut sind eher peripher.

Wie oft anwenden? – max. 2 mal in der Woche.

Betäubung – nicht erforderlich

 

 

0,5 mm Nadellänge – wirkungsvoll bei kleine Pickel & Mitesser, große Poren sowie für Bartwuchs

Mit dieser Größe lassen sich Pickelchen sowie großporige Haut behandeln. Auch bei Mitesser sind damit erste Ergebnisse zu erwarten. Ebenso kann schlaffe Haut am Körper damit therapiert werden sowie den Bartwuchs beim Mann stimulieren.

Wie oft anwenden? – max. 2 mal in der Woche.

Betäubung – erforderlich

 

 

0,75 mm Nadellänge – für Akne, Pigmentierung, mitteltiefe Falten & Haarausfall

Diese Nadeln greifen mitteltief ins Gewebe ein und die Hautstruktur wird verändert. Die Nadellänge ist perfekt zum Entfernen von Pickeln, gegen Pigmentveränderungen und Akne. Die Needling-Behandlung der Unterhautbewegung im Kopfbereich ist somit ein wichtiger Faktor für Haarwachstum.

Wie oft anwenden? – 1 bis 2 mal in der Woche.

Betäubung – erforderlich

 

 

1 mm Nadellänge – effektiv bei Cellulite, Aknenarben & tiefe Falten zur Hautverjüngung

Die Nadeln reizen das Gewebe deutlich. Sie sind geeignet zur intensiven Cellulite-Therapie, zur allgemeinen Verjüngung der Haut und zur Behandlung von Aknenarben. Der Roller kommt meist auch in Beauty Instituten zum Einsatz.

Wie oft anwenden? – 1 bis 2 mal in der Woche.

Betäubung – erforderlich

 

 

1,5 bis 2 mm Nadellänge – wirkt bei Dehnungsstreifen, Orangenhaut oder generell Narben

Diese Nadeln können wirkungsvoll Dehnungsstreifen und Cellulite beheben. Der Needling-Roller wird zum Medical Needling genutzt. Er hilft auch gut in Kombination mit Hautpflegeprodukten. Es handelt sich um ein Medizinprodukt und kann dadurch auch Narben behandeln.

Wie oft anwenden? – 1 mal alle 3 bis 4 Wochen

Betäubung – erforderlich

 

 

2,5 mm Nadellänge – verschönert tiefe Narben wie Schwangerschafts- & Verbrennungsnarben

Dieses Gerät kann dazu beitragen, tiefe Narben wie Schwangerschaftsnarben verschwinden zu lassen. Regt massiv die Durchblutung an.

Wie oft anwenden? – 1 mal alle 7 bis 8 Wochen

Betäubung – erforderlich

 

 

3 mm Nadellänge

Das Gerät sticht die Haut extrem tief an und sollte nicht zuhause verwendet werden. Kann Dehnungsstreifen und Narben verschwinden lassen.

 

Wie viele Nadeln sollte der Dermaroller haben?

Anzahl NadelnNeedlingwalzen die schmale Flächen wie z.B. 180 Nadeln aufweisen eignen sich gut um unter den Augen zu arbeiten.

Ein klassischer Dermaroller besitzt 540 Nadeln. Damit lassen sich Gesicht, Hals, Dekolleté und einzelne Hautpartien leicht therapieren.

Die Walze mit 600 Nadeln ist größer. Ein solcher Gesichtsroller ist gut, um damit die Kopfhaut, ausladende Narben oder lokale Cellulite zu behandeln.

Die breite Walze ist mit 1200 Nadeln gespickt. Diese Größe ist ideal, um großflächig vorzugehen. Für Dehnungsstreifen oder Cellulite ist dieser förmlich perfekt.

 

Welche Nadelart verwenden – breit oder dünn?

 

Facettierte Nadeln

Facettierte Nadeln

Nadelspitzen sind dreieckig geformt und stehen eng nebeneinander angeordnet auf der Walze des Dermarollers. Üblich sind rund 60 spitze Metallstifte pro Reihe.

Die Nadeln dringen mäßig tief in die Haut ein und hinterlassen ein dicht perforiertes Hautbild. Aufgrund der vielen Spitzen gleitet die Walze gleichmäßig über die Haut. So kann die Behandlung zügig durchgeführt werden.

Vorteil: Engmaschiges, dichtes Perforationsbild.
Nicht so tiefe Einstiche, damit sanftere Behandlung.

Nachteil: Die Kollagenproduktion der unteren Hautschicht wird nicht immer angefacht.

 

Zylindrische Nadeln

Zylindrische Nadeln

Nadelformen bei diesem Modell stehen die langen Metallstifte weit auseinander und sind konisch geformt. Durch die schlanke Linie dringen die Nadelspitzen tief in die Haut ein.

Weil die Walze über rund 25 Nadeln pro Reihe verfügt, ergibt sich damit eine geringere Perforationsdichte, als durch facettierte Nadeln. Dank der länglichen Lanzen lassen sich Wirkstoffe tiefer einschleusen.

Vorteil: Tiefe Perforationen, welche zusätzlich die unteren Hautschichten erreichen.

Nachteil: Einzeln spürbare und somit schmerzhaftere Einstiche

 

Sonstige Tipps zur richtigen Auswahl

Wer einen Dermaroller für zuhause kaufen möchte, sollte einige Dinge beachten:

  • Viele Kollektionen, die online angeboten werden, stammen von Herstellern aus Fernost. Das ist per se nichts Schlimmes und insbesondere für Menschen interessant, die günstig kaufen möchten.
  • Achten sollte man allerdings auf die CE-Kennzeichnung, weil diese das Gerät als Medizinprodukt ausweist.
  • Die Güte der Nadeln lässt sich mit bloßem Auge nicht erkennen. Grundsätzlich sollten die Lanzetten aus Titan oder Edelstahl sein. Manche Hersteller loben auch „rostfreien Chirurgenstahl“ aus.
  • Gerade Unerfahrene sollten darauf achten, dass eine deutschsprachige Gebrauchsanweisung beiliegt.
  • Generell sollte das Modell gut und sicher in der Hand liegen. Deshalb sind die meisten Roller ergonomisch geformt.
  • Bei einem guten Produkt ist die Walze geölt und leichtläufig.
  • Flexibilität bringen Modelle mit sich, die einen austauschbaren Walzenkopf haben. Sie werden als Dermaroller Set verkauft.
  • Das Gerät sollte risikofrei aufbewahrt werden können. Gut geeignet dafür ist eine spezielle Schutzbox.
  • Wer einen Dermaroller kaufen möchte, sollte das Desinfektionsmittel (für das Gerät wie für die Haut) nicht vergessen. Schön ist es, wenn das Antiseptikum vom Hersteller mit angeboten wird.
  • Zur Nachbehandlung ist ein Hyaluronsäure Serum empfehlenswert
  • Informationen zur Anwendung und Aufbewahrung findet man meistens in der Verpackung vom Produkt

 

Wo kann man einen Dermaroller kaufen?

Noch vor wenigen Jahren waren die Produkte wie der Dermaroller nur online erhältlich. Mittlerweile gibt es einige Drogerien, die ebenfalls Derma Roller anbieten. Beispielsweise führen Rossmann und stellenweise auch DM das Erzeugnis. Wer einen medizinischen Dermaroller kaufen möchte, kann das Gerät in Apotheken erwerben. Das Fabrikat ist dann allerdings etwas teurer.

Auch Douglas hat Dermaroller im Sortiment und bietet jede Menge Anti Aging Produkte mit an, die das Hautbild verbessern sollen – wie z.B. die Hyaluronsäure. Kostengünstig zeigt sich nach wie vor Amazon. Hier können zig Händler praktisch miteinander verglichen werden, Versand bzw. Lieferung erfolgen in wenigen Tagen. Der Preis variiert hier sehr stark.

Wer einen Dermaroller online kaufen möchte, muss zwischen einem Preis ab 15 und bis 25 EUR einkalkulieren. Professionelle Roller mit beschichteten Nadeln für den Einsatz in Studios können bis ca. 80 EUR kosten. Online finden Sie vertrauenswürdige, deutsche Händler, die sichere Produkte anbieten, die es ebenso zu seinen Vorteilen im Internet zu kaufen gibt.

Dazu gibt es noch sehr viele „do it yourself“ Produkte für die Anwendung für Zuhause zu bestellen. Beliebt ist beispielsweise der klassische DRS® Dermaroller von Dermaroller Systems (Klasse I), den es in vielen Varianten gibt.

Als Alternative gibt es noch einen sogenannten Dermapen zu kaufen der ebenfalls für ähnliche Preise zu bekommen ist. Hierbei handelt es sich um ein elektrisches Gerät was die gleiche Funktion hat wie ein Micro Roller nur, dass es punktgenau auf einen Gesichtspunkt eingesetzt wird. Auch beim Dermapen handelt es sich bei dieser Variante um mehrere Stiche auf der Haut.

 

Wissenswertes und Hinweise

 

Bei diesen Situationen ist das Needling NICHT geeignet

  • Der Roller darf niemals auf verletzter Haut, offenen Wunden oder direkt nach Verbrennungen angewendet werden. Wundheilungsstörungen oder Narben könnten die Folge sein.
  • Aktive Akne darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt selbstständig zuhause behandelt werden.
  • Fieberbläschen deuten auf eine Infektion hin. Der Dermaroller könnte die im Sekret enthaltenen Erreger aufnehmen und großflächig verteilen.
  • Bei einer Herpesinfektion darf der Dermaroller niemals eingesetzt werden. Er könnte die Viren auf gesunde Hautareale übertragen.
  • Bei allgemeinen Hautinfektionen und Wundheilungsstörungen muss die Behandlung aussetzen.
  • Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, sollte vor der Therapie seinen Arzt konsultieren.
  • Während eines Sonnenbrandes darf die Haut nicht genadelt werden.
  • Wurde jüngst eine Dermabrasion durchgeführt, kann der Eingriff nur nach Absprache mit der behandelnden Kosmetikerin stattfinden.
  • Bei Ödemen oder Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut muss der Arzt befragt werden.

 

Mögliche Nebenwirkungen

Die perforierte Haut kann ganz unterschiedlich reagieren. Unerwünschte Begleiterscheinungen sind Schwellungen, Rötungen sowie ein brennendes Gefühl.

Häufig werden in der Heimanwendung spezielle Präparate während oder nach dem Rollen aufgetragen. Da die Wirkstoffe durch die offenen Hautkanäle schneller in die mittlere Hautschicht eindringen, treten in seltenen Fällen allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten gegen die enthaltenen Substanzen auf.

Ein weiteres Risiko könnte in einer unsachgemäßen Handhabung liegen. Unumstritten ist, dass sich durch mangelnde Hygiene krankhafte Bakterien ausbreiten könnten. Diese wiederum fördern Irritationen oder Entzündungen.

 

Was kostet eine Needling-Behandlung beim Spezialisten?

Die Kosten variieren beim Dr. oder Kosmetiker je nach Region und Anspruch. In manchen Kosmetikstudios ist die einmalige Behandlung schon für rund 50 EUR möglich, inklusive Vorberatung, Reinigung und Abschlusspflege.

Wer es luxuriöser möchte oder sich einem Dermatologen oder einem ästhetischen Mediziner und Dr. in der medizinischen Kosmetik anvertrauen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Pro ästhetische Sitzung fallen zumeist mindestens 90 EUR an – der Einsatz weiterer Pflegeprodukte kommt extra. Diese ästhetische Faltenbehandlung und Hautstraffung kann kostenintensiv sein.

 

Krankenkasse und Kostenübernahme

Der Dermaroller kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine optische Veränderung des Hautbildes angestrebt wird. Handelt es sich um eine hautverjüngende Maßnahme oder soll die Hautoberfläche ebenmäßiger gemacht werden, ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse in der Regel nicht möglich.

Anders sieht es aus, wenn Unfall-, Operations- oder Verbrennungsnarben damit therapiert werden sollen. Dann könnte – in Ausnahmefällen – eine Kostenübernahme möglich sein.

Voraussetzung ist allerdings ein individuell erstellter Heil- und Kostenplan des behandelnden Dermatologen. Die therapeutische Darstellung muss zunächst der Kasse vorgelegt und von dem Institut positiv bewertet werden.

Wer einen Dermaroller haben möchte, hat grundsätzlich keine Aussicht auf eine Kostenübernahme. Da es sich bei dem Gerät nicht um ein medizinisches Hilfs- oder Pflegemittel handelt, ist die Krankenkasse nicht verpflichtet, den Dermaroller zu subventionieren.