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Wie hilft der Dermaroller um große Poren zu verkleinern?

Große Poren verfeinern

Das Gerät wirkt intensiv und kann langfristig das Hautbild wieder verfeinern. Bei der Behandlung geschieht Folgendes: Die Walze mit den vielen Nadeln wird genau da angesetzt, wo die vergrößerten Poren auftreten. Zumeist handelt es sich um den Bereich rund um die Wangen, die Nasenflügel und Nasenspitze, oder den mittleren Stirnbereich.

 

Der Dermaroller pikst nun etliche Male in die erweiterten Hautporen hinein. Hier kommt es nun zu unzählig vielen, ganz feinen Verletzungen. Sofort agieren die Selbstheilungskräfte der Haut und verschließen die winzigen Wunden. Diesen Vorgang nennt man Hämostase.

 

 

Im Inneren der Cutis verdicken sich jetzt die Thrombozyten. Parallel werden hauteigene Wachstumsfaktoren (Peptide und Stammzellen) ausgeschüttet. Diese regen die Bildung von Elastin und Kollagen innerhalb der tieferen Hautschichten an. Die Haut regeneriert sich von innen heraus grundlegend neu und verdichtet sich nachweislich. Von außen wirkt die Oberfläche prall und gut durchblutet.

Schönes Ergebnis: Schlaffe, viel zu große Porenöffnungen ziehen sich wieder zusammen. Sie erfahren eine grundlegende Straffung. Neben der Porenverkleinerung wirkt die Haut wieder ganz ebenmäßig. Eine übermäßige Talgproduktion lässt im Laufe der Therapie genauso nach wie eine zu starke Verhornung der Haut. Die Haut wird wieder elastisch und reagiert normal.

 

Welche Nadellänge sollte der Dermaroller bei großen Poren aufweisen?

Um rasch sichtbare Ergebnisse erkennen zu können, sollten die ersten Behandlungen mit einer Nadellänge von rund 0,5 Millimeter praktiziert werden. An den Wangen und der Gesichtsmitte darf die Heimbehandlung ruhig intensiv erfolgen.

Eine gewisse Rötung und leichte Schwellung zeigen, dass die natürliche Selbstheilung der Haut wie geplant anläuft. Tage später beginnt der porenverfeinernde Prozess. Nach rund vier Modulen darf ein wirksamerer Dermaroller mit einer Nadellänge von bis zu 0,7 oder 1,0 MM eingesetzt werden. Längere Nadeln sind nicht nötig.

Wichtig ist es, auf hartem Untergrund (Nase, Stirnansatz) den Needling Roller nicht ganz so fest aufzusetzen. Hier kommt es sonst, aufgrund des fehlenden Unterhautfettgewebes, schnell zu Verletzungen. Alternativ kann an neuralgischen Stellen ein Derma Pen weiterhelfen. Grobporige Haut ist empfindlich. Deshalb ist einwandfrei Hygiene vor und während der Therapie unentbehrlich.

 

 

Nach welcher Zeit kann man bereits erste Erfolge erkennen?

Micro Needling gegen große Poren vorher nacherAdstringierender Effekt heißt es in der Fachsprache, wo durch Einfluss von Nadeln die Poren zuerst ausgeweitet werden und sich wieder zusammenziehen. Diese Reaktion ist meist schon nach zwei bis drei Einsätzen zu sehen.

Dann erscheint die Haut rosig, prall und bereits leicht remodelliert. Fältchen verschwinden ebenfalls. Doch der hautverjüngende und damit nachweislich hautverfeinernde Effekt tritt meist nach rund sechs Behandlungen ein.

 

Dann nämlich haben sich neue Bindegewebefasern bilden können. Sie sorgen, dank der elastischen Strukturproteine und neuen Kollagenfasern, für eine geschlossene Hautfläche. Je gesünder die Haut ist, desto weniger Talg zeigt sich im Gesicht.

 

Wie häufig muss man die Therapie wiederholen?

Die Neigung zur Entwicklung vergrößerter Hautöffnungen ist genetisch bedingt. Meist kommt das Problem immer wieder. Insofern sollten Betroffene davon ausgehen, Microneedling gegen Poren langfristig vornehmen zu müssen.

Zwar wird es ausreichen, die Haut nur noch alle drei bis vier Wochen auf diesem Wege zu behandeln, doch muss die Therapie dauerhaft betrieben werden. Eine gänzliche Heilung von grobporiger Haut ist kaum möglich.

Bei sachgemäßer Anwendung sind übrigens keine Nebenwirkungen zu befürchten. Das Microneedling gehört zu den klassischen Beauty-Treatments. Die Therapie lässt sich gut zuhause umsetzen.

Wer die Kosten nicht scheut, kann das Microneedling auch in einem Wellness-Studio vornehmen lassen. Auch hier dauert es knapp zwei Monate, bis die Gesundheit der Haut wiederhergestellt ist.

 

Hier zum Dermaroller*

 

Was sollte man beim Needling gegen großen Poren beachten?

Poren bekämpfenMicroneedling wird oft angewandt, um Hautprobleme in der Tiefe zu behandeln. Bei vergrößerten Poren handelt es sich allerdings um ein Problem der Hautoberfläche zwischen Dermis und Epidermis. Daher kann es hilfreich sein, wenn Pflegepräparate aufgetragen werden. Diese sickern direkt in den Porenkanal ein und können zusätzlich zu einer Verbesserung der Elastizität führen.

Als Geheimtipp gilt Hämorrhoiden-Salbe. Sie hat einen gefäßverengenden Effekt und kann temporär aufgetragen werden. Ebenfalls interessant ist Hyaluronsäure die den Einfluss hat die Zellstruktur der Haut von Innen zu erneuern.

Übrigens: Die grundsätzliche Angst vor vergrößerten Poren hat einen Namen: Porexie. Insbesondere im asiatischen Raum wird der poren-verfeinernden Hautpflege ein enormer Stellenwert eingeräumt. Die Haut soll möglichst rein, fein und glatt aussehen.

Needling Behandlungen werden deshalb bereits an jungen Teenagern praktiziert, selbst wenn diese noch keine Anti Aging-Anwendung bräuchten. Doch die Angst vor einem ungleichmäßigen Hautbild wird durch die dort propagierte Porexie dermaßen forciert, dass Frauen jedes Hauttyps sich der Kosmetik-Behandlung unterziehen.