Skip to main content

Warum nutzt man Einweghandschuhe beim Microneedling?

Hygienehandschuhe - Einweghandschuhe

Wer seine Haut durch Microneedling mittels Dermaroller behandelt, fügt ihr bewusst kleinste Verletzungen zu. Ein heikles Unterfangen, bei dem Bakterien und Krankheitserreger leichtes Spiel haben. Deshalb gehören Desinfektionsmittel und sterile Einweghandschuhe zum Standardrepertoire. Mit ihnen wird ein möglichst großer Schutz vor Erregern und Mikroorganismen geschaffen.

 

 

  • Achten sollte man darauf, dass die Einweghandschuhe frisch aus der Verpackung stammen. Auch sollten sie erst unmittelbar vor der tatsächlichen Behandlung übergezogen werden.
  • Gute Einweghandschuhe sitzen glatt an den Fingern an und lassen genügend Bewegungsfreiraum. Nach wenigen Minuten sollten sie mit dem Tastsinn gemeinsam verschmelzen.
  • Nach dem Needling können sie noch so lange getragen werden, bis die Pflegeprodukte von der Haut aufgenommen sind. Erst danach sollten die Einweghandschuhe entsorgt werden.

 

 

Was ist besser – Vinyl, Latex oder Nitril?

Hygiene Handschuhe gibt es in drei unterschiedlichen Qualitäten.

Zu Vinyl sollte man greifen, wenn man ein weiches Tragegefühl möchte. Kommt das Material allerdings in Kontakt mit Hautpflegeölen, löst es sich schnell auf. Es bietet keinen echten Chemikalienschutz. Auch kann Vinyl gesundheitsgefährdende Weichmacher enthalten.

Beständiger und auch reißfester ist da schon ein Handschuh aus Naturlatex. Er bietet ein gutes Tastempfinden und ist robust. Weil er Latexproteine enthält, ist er jedoch für Allergiker nicht geeignet.

Deshalb sind sterile Handschuhe aus Nitril die beste Wahl. Sie sind hautverträglich, indem sie die Wärme nach außen abgeben und ein natürliches Tastempfinden vermitteln. Auch führen sie nicht zu Allergien. Nitril Handschuhe sind für medizinische Zwecke zugelassen.

 

Warum sollte man schwarze Einweghandschuhe nehmen?

Im Beautybereich sieht man immer häufiger, dass schwarze Handschuhe benutzt werden. Das hat nicht nur modische Gründe, sondern betrifft auch die Hygiene. Sind die Einmalhandschuhe nämlich prägnant koloriert, lassen sich feine Risse oder Löcher im Material auf den ersten Blick erkennen.

In der Vergangenheit kam es bei durchsichtigen Modellen nämlich leider dazu, dass Einrisse zu spät erkannt wurden, was zur Einschleppung von Krankheitserregern führen könnten. Aus diesem Grund gehören schwarze Handschuhe mittlerweile zur Standartausrüstung im medizinischen Bereich.

 

 

Wie lassen sich Einweghandschuhe entsorgen?

Da die Handschuhe mit Blutströpfchen in Kontakt gekommen sein könnten, gehören sie nicht in den Wertstoffkreislauf. Sie sollten nicht in einem Gelben Sack oder einer Gelben Tonne entsorgt werden, sondern das Produkt gehört in den Restmüll (Graue Tonne).

 

Wo kann man medizinische Handschuhe kaufen?

Beim Kauf von Einweghandschuhen müssen zunächst das Material, die Größe, die Verpackungseinheit sowie die Frage, ob puderfrei oder mit Puder, abgeklärt werden. Aufgrund der vielen Kriterien ist es mittlerweile üblich, sich exakt passende Einmalhandschuhe online zu bestellen. Diverse Anbieter auf den gängigen Verkaufsplattformen bieten bereits für kleines Geld gute Qualität. Schon für rund fünf EUR lässt sich beispielsweise eine Großpackung Nitrilhandschuhe bestellen (zuzüglich etwaiger Versandkosten).

Wer weniger Wert auf die individuelle Anpassung und den Tragekomfort legt, kann auch mit den unsterilen Einweghandschuhen vom Drogeriemarkt (Rossmann, DM) gut auskommen.

 

Was ist vor dem Kauf von Einweghandschuhen zu beachten?

Sterile Handschuhe gibt es in unterschiedlichen Größen. Für einen optimalen Tragekomfort muss vor dem Kauf das entsprechende Maß ermittelt werden. Gemessen wird dabei von der äußeren Handkante zur Innenseite – also die Spanne zwischen dem Fingergrundgelenk des kleinen Fingers bis zur Wurzel des Zeigefingers.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob man sie an der linken oder der rechten Hand tragen möchte. Einzig und allein spezielle OP-Handschuhe sind so geformt, dass sie nur als Paar, also seitengenormt, eingesetzt werden können.

Beachten sollte man ferner, dass manche Handschuhe oberflächlich gepudert sind. Das hat zwar den Vorteil, dass man selbst mit feuchten Händen leicht hineinschlüpfen kann. Einige Menschen reagieren allerdings (bei Latexhandschuhen) allergisch auf die dünne Puderbeschichtung. Aus diesem Grund müssen medizinische Handschuhe entweder ungepudert sein oder bestehen – wenn sie doch mit Puder überzogen sind – aus Nitril.